Wie 3D-Druck im Wohnungsbau Zeit und Kosten drückt — Heidelbergs Pilotprojekt macht vor
3D-Druck verkürzt Bauzeiten und senkt Kosten deutlich
Die Bauwirtschaft in Deutschland steht an einem Wendepunkt: Automatisierte Druckverfahren versprechen schnellere Fertigstellung und geringere Kosten bei Wohnprojekten. Erste Modellvorhaben zeigen, dass sich die Technologie bereits heute wirtschaftlich rechnen kann.
In Heidelberg wurden 21 Wohneinheiten mit Hilfe eines großformatigen 3D-Druckers errichtet. Nach Angaben der Projektverantwortlichen lief der Bau rund 30 Prozent schneller und etwa 10 Prozent günstiger als bei herkömmlicher Montage. Solche Zeitgewinne könnten die dringend benötigte Entlastung auf angespannten Wohnungsmärkten bringen.
Ähnliche Erfolge meldet ein französisches Sozialwohnungsprojekt: Die Druckzeit sank dort von 50 auf 34 Tage. Parallel werden neue Zementmischungen erprobt, die den CO2-Ausstoß beim Bauen um bis zu 55 Prozent reduzieren sollen. Zusammengenommen deuten diese Entwicklungen auf ein erhebliches Potenzial für schnelleren, klimafreundlicheren Wohnungsbau hin.
Europaweit unterschiedlich schnelle Erholungen
Während in Deutschland Technologielösungen in den Fokus rücken, verzeichnet Österreich einen starken Transaktionsaufschwung. Im ersten Halbjahr wurden dort 65 290 Immobilientransaktionen registriert, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders im Juni legten die Verkäufe mit einem Zuwachs von 40 Prozent kräftig zu.
Die Mietpreise bleiben in Städten wie Wien hoch: Nettokaltmieten liegen in vielen Bezirken zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter, während Großstädte wie München deutlich höhere Durchschnittswerte ausweisen. Im Logistiksektor nahm die Leerstandsquote leicht ab, die Spitzenmiete liegt dort bei rund 7,25 Euro pro Quadratmeter.
Regionale Projekte und Marktdruck
Regional zeigen sich weiterhin große Unterschiede: In Chemnitz beginnt im Herbst der Bau von 143 Wohnungen mit voraussichtlicher Fertigstellung im Sommer 2029. In Bochum werben Bauträger mit Preisnachlässen von bis zu 87 000 Euro. Die günstigsten Mieten im Zensus 2022 wurden in Fürstenberg an der Weser gemessen, aktuelle Angebote liegen dort jedoch bereits deutlich höher.
Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Bundesgericht hat jüngst wichtige Entscheidungen getroffen, die Mieter und Vermieter betreffen. So stellt das Gericht klar, dass Vermieter das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht automatisch verletzen, nur weil sie keine Vergleichsangebote einholen. Entscheidend bleibt die objektive Angemessenheit der Kosten. Zugleich entschied die Rechtsprechung, dass rein gewinnorientierte Untervermietung kein berechtigtes Interesse darstellt.
International sorgt etwa ein Urteil aus Zürich für Aufsehen: Dort wurde die gewerbliche Nutzung von Business-Apartments eingeschränkt, um regulären Wohnraum zu schützen. In Deutschland wird zudem kontrovers diskutiert, in welchem Umfang Kosten für fossile Heizungen auf Mieter umgelegt werden dürfen; Gutachten sehen hier rechtliche Anfechtungsmöglichkeiten.
Konjunktureller Hintergrund
Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt gemischte Signale. Die Inflationsrate lag im Juni bei 2,3 Prozent, die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg jedoch deutlich. Das Stellenangebot ging laut Studie im zweiten Quartal zurück, einzig der Gesundheitssektor weist Wachstum auf. Vor diesem Hintergrund können schnellere und günstigere Bauverfahren zur Entlastung beitragen, ersetzen aber nicht allein die nötige wohnungspolitische Agenda.
Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

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